Zum Stück

Die goldenen 20er-Jahre sind in Zürich angekommen und bringen neben genussvollen Momenten auch ein verändertes Bild der Frau mit sich, das mit Madame de Pompadour einhergeht. Inmitten der Stadt, in unmittelbarer Nähe der Fraumünster Kirche, betreibt die gebürtige Pariserin mit Schweizer Wurzeln seit Kurzem ein kleines, extravagantes Varieté.

Das «Bijou» besticht durch seine reizvolle Abendunterhaltung, gute Musik und köstlichen Wein. Leider stösst das lebhafte Varieté an die Grenzen des Ärgernisses einer alten Nachbarin. Der Pfarrer wird gerufen und kurz darauf erscheint die Polizei.

Weitere Schwierigkeiten treten auf, als ein großer Diebstahl in den Vordergrund rückt und die Sängerin Desirée nicht mehr auffindbar ist. Dabei sollte am Freitagabend die eiserne Geschäftsfrau Erna unbedingt mit einer perfekten Vorstellung im Bijou beeindruckt werden! Als dann auch noch ein Erpresserschreiben auftaucht, spitzt sich die Lage zu und Wachtmeister Sturzenegger ist gezwungen, verdeckt zu ermitteln.

Es wird sich zeigen, ob Zürich im Jahr 1923 schon bereit ist für die Pompadour.

Spielerinnen und Spieler

Stephan Schärli spielt Madame de Pompadour in der Uraufführung von «Madame de Pompadour».

Stephan Schärli

spielt Madame de Pompadour
Besitzerin des Varieté »Bijou«

Melina Kümin spielt Desirée in der Uraufführung von «Madame de Pompadour».

Melina Kümin

spielt Desirée »Heidi« Hofer
Tänzerin/Sängerin im »Bijou«

Mary Annon spielt Marlene Dubois in der Uraufführung von «Madame de Pompadour».

Mary Annon

spielt Marlene Dubois
Dienstmädchen & Bardame aus Paris

Bernadette Marty spielt Fräulein Bürkli in der Uraufführung von «Madame de Pompadour».

Bernadette Marty

spielt Fräulein Bürkli
Nachbarin

Birgit Sandona Kilchsperger spielt Erna Zolliker in der Uraufführung von «Madame de Pompadour».

Birgit Sandona Kilchsperger

spielt Erna Zolliker
Geschäftsfrau aus New York

Jürg Wertli spielt Josef Keller in der Uraufführung von «Madame de Pompadour».

Jürg Wertli

spielt Josef Keller
Musiker im »Bijou«

Urs Hasler spielt Robert Sturzenegger in der Uraufführung von «Madame de Pompadour».

Urs Hasler

spielt Robert Sturzenegger
Wachtmeister ­Stadtpolizei Zürich

Christian Denzler spielt Andreas Hildebrand in der Uraufführung von «Madame de Pompadour».

Christian Denzler

spielt Andreas Hildebrand
Pfarrer der Frau­­mün­ster Kirche

Bernhard Huser spielt Ernst Oberholzer in der Uraufführung von «Madame de Pompadour».

Bernhard Huser

spielt Ernst Oberholzer
Leutnant Stadt­polizei Zürich

Zur Autorin

Melina Kümin Bleuler

Nun, da das Stück «Madame de Pompadour» seine erste Bühne betreten darf, bekomme ich immer Mal wieder zwei Fragen gestellt: «Wie kommst du darauf, ein eigenes Stück zu schreiben?» und «Wieso die 1920er»?

Ich habe mir Gedanken gemacht und möchte ganz ehrlich Antworten. Tatsächlich folgt auf die erste Frage die stets bekannte, unspektakuläre Phrase: «Ich hatte schon als Kind eine Leidenschaft für das Schreiben und die Bühne. Mein erstes Büchlein war eine Geschichte über die Ente Liseli und wie sie dem bösen Fuchs entkommen konnte und meine erste Theaterrolle war ‹Heidi›». Aber wie sonst soll es auch sein, ich denke die allerwenigsten stehen eines Morgens auf und beschliessen ein ­Theaterstück zu schreiben ohne sich jemals, in geringster Weise, damit befasst zu haben. Wenn man sich mit etwas beschäftigt, besonders mit einer gewissen Begeisterung, beginnen unweigerlich eigene Ideen herumzuschwirren. Ich habe mich lediglich dazu entschieden diese Ideen auf Papier zu bringen.

Warum die goldenen Zwanziger? Das erste Mal damit in Berührung kam ich, als ich «Der grosse Gatsby» gelesen und gesehen habe. Die Kleider, die Musik, der Art Déco Stil. Doch begann mein Herz von da an für den Swing-Jazz zu schlagen. Wer könnte denn einer Roaring Twenties Party wiederstehen?

Und wer hätte keine Freude daran selbst, etwas Eigenes zu schaffen? Es bereitet mir unglaubliche Freude, in eine Welt einzutauchen, eigene Figuren zu schaffen und ihnen eine Geschichte zu geben. Und natürlich bereitet es mir überaus grosse Freude, wie diese Figuren nun auf der Bühne verkörpert werden.

Wenn ich den Autor J.R.R. Tolkien zitieren darf: «Das Schöpfen bzw. das Erschaffen, ist eine zutiefst menschliche Eigenschaft und ein Bedürfnis, das gestillt werden muss».

An dieser Stelle möchte ich von ganzem Herzen meinen Dank aus­drücken. Während der Fertigstellung des Stücks hatte ich das Glück, ­Menschen an meiner Seite zu haben, die mich mit Rat und Tat unterstützt haben: Gritli Harringer, in ihren 67 Jahren Mitgliedschaft im Theater ­Altstetten gibt es kaum etwas, das sie nicht gemacht hat. Mit vollem Einsatz hat sie das «Züri-Tüütsch» korrigiert.

Von Käthi Hasler, die bereits zahlreiche Stücke im Verein inszeniert hat, bekam ich ehrliche Kritik und hilfreiche Feedbacks.

Mireille Huguein, Cousine meines Mannes und Französischlehrerin am Gymnasium, hat mit ihren professionellen Sprachkenntnissen das ­Französisch überarbeitet.

Jürg C. Maier, Schauspieler und Regisseur mit Leidenschaft, ermutigte mich, die Stückidee umzusetzen und gab mir ebenfalls ein ausführliches Feedback.

Und mein Mann, Stefan Kümin, der nicht müde wurde, sich etliche ­Passagen immer wieder anzuhören und zu diskutieren. Und natürlich ein grosses Danke an das Theater Altstetten. Es ist eine grosse Freude, dass sich der ­Theaterverein für das Stück entschieden hat, und für mich eine Ehre, es in einem ­Verein, welcher seit 115 Jahren besteht, als Uraufführung mitgestalten zu dürfen.

Backstage

Ursula Wusk ist Souffleuse in der Uraufführung von «Madame de Pompadour».

Ursula Wusk

Souffleuse

Sylvi ist Souffleuse in der Uraufführung von «Madame de Pompadour».

Sylvie Basset

Souffleuse

Stefan Kümin

Technik

Matthias Wey

Technik

Luki

Lucas Marty

Technik

Stefan Groshans

Technik

Käthi Hasler

Regie

Melina Kümin spielt Desirée in der Uraufführung von «Madame de Pompadour».

Melina Kümin Bleuler

Regie

Jana Zimmermann, Renate Brunner, Ingrid Schaffner und Saskia Schaffner

Maske

Copyright (c) 2023 Theater Altstetten

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